BI-NORDHEIDE

für eine bürgerfreundliche Wirtschaftsentwicklung im Landkreis Harburg

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Bürgerinitiativen der Nordheide

Gewerbegebiet Tangendorf - kein Kompromiss in Sicht

Stand September 2010 bleibt beim Gewerbegebiet Tangendorf alles beim Alten. Nichts ist mit den Bürgern abgestimmt.

Die Fakten:

  • Das letzte gemeinsame Gespräch zwischen Bürgerinitiative, Gemeinden und Landkreis fand im Februar 2009 statt.
  • Das letzte Informationsgespräch mit dem Landkreis im Februar 2010.
  • Es gibt keine Kompromisslösung zwischen Bürgerinitiative, Gemeinden und Landkreis.
  • Die im Raumordnungsverfahren vom Landkreis gewählte Trassenführung für eine Umgehungstrasse wird von den Einwohnern kategorisch abgelehnt.
  • Die Eigentumsverhältnisse für die Zufahrt zum Gewerbegebiet Tangendorf sind weiter ungeklärt. Der Eigentümer will nicht verkaufen, ein Enteignungsverfahren enthält verschiedene Risiken für die Planungsbehörde und potentielle Investoren.
  • Der Widerstand der Bürger von Thieshope ist ungebrochen und sogar am zunehmen.

Wer auf dem Gebiet des Gewerbegebietes Tangendorf investieren will und plant dort in absehbarer Zeit Logistikentwicklung zu betreiben sollte vorab mit den Vertretern der Bürgerinitiative sprechen. Wir informieren Sie gerne über den Stand der Entwicklung (bzw. die Perspektiven einer Investition).

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 

Leserbrief: Kreiszeitung Wochenblatt 19.6.2010 : Massive Kritik an Umgehungstrasse

In der Ausgabe vom 19.6.2010 berichtet die Kreiszeitung im Artikel "Massive Kritik an Umgehungstrasse" über die Reaktion der Bürgerinitiative Thieshope.

Einige Aussagen in dem Artikel sind leider etwas irreführend formuliert, so dass wir diese klarstellen wollen.

Im Artikel heißt es :Die BI fordert den Landkreis nun auf, die Trasse deutlich weiter ins Gewerbegebiet zu verlegen.

Durch diese Aussage könnte der Eindruck erweckt werden, diese Forderung der Bürgerinitative sei neu. Dies ist nicht der Fall. Die Forderung wurde schon im Mai 2008, bevor der Landkreis überhaupt über eine Umgehungstrasse begann zu verhandeln, von der Bürgerinitiative gestellt - und zwar im Konzept der Bürgerinitiative. Hier wird übrigens zum ersten mal von einer möglichen Umgehungstrasse gesprochen - vier Monate bevor der Landkreis das Thema aufgegriffen hat.

Gleichfalls war den Vertretern des Landkreises seit Oktober 2008 bekannt, dass die Bürgerinitiative Thieshope zwei grundlegende Forderungen stellt, und die für die Bürgerinitiative Thieshope im Falle des Ablehnen zu einem NoGo führen würde.

  • Die Trasse der Umgehungstrasse muss gemäß BI-Konzept innerhalb des Gewerbegebietes verlaufen
  • Die Trasse der Umgehungstrasse darf nicht zu zwei Belastungen des gleichen Eigentümers von Ländereien führen.

Im Artikel heißt es weiter:Das sagt der Bürgermeister

Leider wird in dem Artikel nicht erwähnt, dass Herr Nottorf überhaupt nicht der Bürgermeister von Thieshope ist. Dies ist im Rahmen seiner Zuständigkeit für den Ortsteil Thieshope der Brackeler Bürgermeister Henning Schamlott. Herr Nottorf ist der Bürgermeister von Toppenstedt.

Zur Verhandlung mit dem Landkreis empfehlen wir den Zwischenstandsbericht vom Februar 2009. Hier wird sehr schnell deutlich wie wenig vertrauenswürdig die Verhandlungsstrategie war und wieso der Landkreis und die Gemeinde Toppenstedt für die Verzögerung bei der Entwicklung des Gewerbegebietes Tangendorf verantwortlich sind. Hier wird auch deutlich, dass von 100% Erfüllung der Forderungen in keiner Weise gesprochen werden kann. Aber diese Art der PR-orientierten Fehlinformation sind wir schon gewöhnt. Hier sei an die Pressekonferenz vom 31. März 2009 im Kreishaus erinnert.

Herr Krümpelmann vom Landkreis zum Abschluss:"Eine Enteignung ist die ultima ratio."

Die Bürgerinitiative Thieshope hat schon von Beginn der Verhandlungen vermutet, dass die Umgehungstrasse vor allem ein juristischer Trick ist, um an das Sperrgrundstück in Autobahnnähe zu gelangen. Eine solche Enteignung wurde in der letzten gemeinsamen Verhandlungsrunde mit Landkreis, Gemeinden, Investoren und Bürgerinitiative im Februar 2009 von einem Vertreter der Investoren angedroht. Das die angebotene Trassenführung sich in keiner Weise von der ursprünglichen Gewerbegebietsplanung unterscheidet und nur durch eine Verlängerung der Linie Richtung Osten darstellt unterstützt die Einschätzung der Bürgerinitiative nur.

Abschliessend sei bemerkt, dass in den Unterlagen zur Raumordnungsverfahren ein Bezug zum Gewerbegebiet immer wieder verneint wird. Interessanterweise befindet sich aber die Erschliessungführung des Gewerbegebietes auf der Karte der gewählten Trasse. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 20. Juni 2010 um 19:38 Uhr
 

Bürgerinitiative Thieshope kritisiert massiv Raumordnungsverfahren zur Umgehungstrasse Thieshope

Thieshope, 9. Juni 2010

Die Bürgerinitiative Thieshope kritisiert das vom Landkreis Harburg durchgeführte Raumordnungsverfahren zur Umgehungstrasse Thieshope sowohl im Ablauf als auch im Ergebnis. Die grosse Mehrheit der Einwohner von Thieshope lehnt die von der Verwaltung des Landkreises Harburg gewählte Trassenführung (Variante B) für die Umgehungstrasse um Thieshope kategorisch ab und hat dies gegenüber dem Landkreis schon im Auslegungsverfahren im Januar 2010 durch Einsprüche und eine Unterschriftensammlung deutlich gemacht.

Für die Bürgerinitiative Thieshope gibt es zwei Kernpunkte, die der Landkreis erfüllen muss:

  • Die Trassenführung muss sich innerhalb des Gewerbegebietes Tangendorf befinden (Trassenvariante A)
  • Eine doppelte Belastung eines Eigentümers durch die Trassenführung darf nicht stattfinden.

Als Entgegenkommen der Bürgerinitiative Thieshope wurden seitens dieser angeboten:

  1. Eine Mithilfe bei der Lösung der existierenden Eigentumsprobleme
  2. Ein eigenes Entwicklungskonzept für das Gewerbegebiet Tangendorf, dass gegenüber dem geplanten deutliche wirtschaftliche Vorteile besitzt und seitens der Bürgerinitiative Thieshope mitgetragen würde.

Das Entwicklungskonzept ist dem Landkreis Harburg seit Mai 2008 bekannt, ein von der BI erstelltes neues Video, dass das Konzept der Bürgerinitiative visualisiert, wurde dem der Kreisentwicklung des Landkreises Harburg, die Federführend für das Raumordnungsverfahren ist, während der Auslegungsperiode im Februar 2010 exklusiv vorgestellt. Dieses Video und weiteres ebenfalls unveröffentlichtes Material ist seit heute unter der Website

http://www.tangendorfprojekt.bi-nordheide.de

einsehbar.

Trotzdem wurden beide Kernforderungen vom Landkreis ignoriert. Im Gegenteil - bei der Lösung der Eigentumsprobleme wurden Zusagen seitens des Landkreises nach erfolgter Gesprächsvermittlung einseitig von den Vertretern des Landkreises zurückgezogen. Die Verhandlungen des Landkreises waren hier nicht durch eine seriöse Verhandlungsführung seitens dessen Vertreter gekennzeichnet.

Des weiteren kritisiert die Bürgerinitiative, dass der Landkreis nicht einmal während der Verfahrensdauer vor Ort in Thieshope der Bevölkerung die sie massiv betreffenden Varianten präsentiert hat. Wo waren in dieser Zeit Herr Bordt oder Herr Rempe? Bürgernähe sieht anders aus.

Die Bürgerinitiative Thieshope hat sich in den letzten zwei Jahren gegenüber der Gemeinde Toppenstedt und dem Landkreis dauerhaft und konsequent als konstruktiv und verhandlungsbereit gezeigt. Höhepunkt dieser Verhandlungsbereitschaft war das zuvor erwähnte Entwicklungskonzept, das ganz erheblich die Entwicklungswünsche der Gemeinde Toppenstedt berücksichtigt hat.

Als Konsequenz aus dem bisherigen Verfahren, dass im Kern ausschliesslich auf die Vorbereitung einer Enteignung eines einzelnen Grundstücksbesitzer ausgerichtet ist, zieht die Bürgerinitiative Thieshope drei Konsequenzen:

  1. Das anstehende Enteignungsverfahren wird von der Bürgerinitiative Thieshope öffentlichkeitswirksam bekämpft werden.
  2. Die Bürgerinitiative Thieshope wird aktiv mit weiteren Bürgerinitiativen daran arbeiten, an der Kommunalwahl 2011 teilzunehmen und eigene Kandidaten auch auf Kreisebene aufzustellen.
  3. Das Gewerbegebietsverfahren Tangendorf wird bis zur Korrektur des Beschlusses zur Umgehungstrasse Thieshope durch die Bürgerinitiative Thieshope aktiv behindert werden. Investoren wird dringend empfohlen hier nicht zu investieren, da ohne Anpassungen auf lange Sicht keine gesicherte Entwicklung und keine Akzeptanz durch die benachbarten Anwohner zu erwarten stehen. Hier ist in Zukunft mit sehr massiven Widerstand gegen eine Entwicklung zu rechnen.

 

Offener Brief : Diskussion Planungen überdenken und Alternativen prüfen

7. April 2010

Offener Brief : Diskussion Planungen überdenken und Alternativen prüfen

Sehr geehrter Herr Landrat Bordt,

Bezug nehmend auf den Artikel „Rastplätze: Position von CDU und FDP Diskussion Planungen überdenken und Alternativen prüfen“ vom 6. April 2010 in den Harburger Anzeigen und Nachrichten möchte ich deutlich meine Freude über die im Artikel gezeigte Initiative der CDU/FDP-Fraktion des Landkreises und des Landrates zum Ausdruck bringen.

Endlich werden, wie es die Bürgerinitiativen zur Logistikentwicklung im Landkreis Harburg schon seit Jahren fordern, die Fehler einer ortsnahen Logistikentwicklung durch die Spitzen der Kreispolitik aktiv thematisiert. Hier gilt ein besonderer Dank für die deutlichen Worte von Herrn Kempf, der im Artikel mit „wobei Lastwagen möglichst dorthin gehören, wo niemand wohnt“ zitiert wird. Mienenbüttel aber auch Thieshope als in diesem Zusammenhang besonders betroffene Wohnorte im Landkreis haben diese Stellungnahme mit großem Interesse wahrgenommen.

Dass, wie im Artikel zitiert, „die bisherigen Planungen überdimensioniert sind“, ist spätestens seit Veröffentlichung der KOPLAS-Studie ein auch wissenschaftlich nachgewiesener Fakt. Insofern ist die schnelle Reaktion der Landkreispolitik zu begrüßen, auch über föderale Grenzen hinweg aktiv zu werden, um die Bürger des Landkreises in ihren Wohnorten vor der hohen Verkehrsbelastung durch Logistik zu schützen. Die Bürgerinitiativen und Einwohner der von Logistikentwicklung betroffenen Gemeinden im Landkreis Harburg erwarten insofern neben Ihren Aktivitäten im Bund natürlich auch Aktivitäten in den betroffenen Gemeinden im Landkreis Harburg, namentlich Neu Wulmstorf, Brackel, Toppenstedt. In diesem Zusammenhang freue ich mich darauf, kurzfristig den schon öfters gewünschten runden Tisch zwischen Bürgerinitiativen, Gemeinden, Landkreis und Investoren in Aktion sehen zu können.

Ausgehend von Ihrer gezeigten Initiative sehe ich stellvertretend für die Bürgerinitiativen zur Logistikentwicklung im Landkreis Harburg voll Erwartung Ihren Termin- und Verfahrensvorschlägen entgegen. Eine Verzögerung des weiteren Verfahrens wäre höchst unglücklich, könnte doch der falsche Eindruck entstehen, Seevetal würde aufgrund falschverstandener politischer Rücksichtnahme im Landkreis besonders bevorzugt werden.

Ansonsten verbleibe ich bis zum nächsten Kreistag mit freundlichen Grüßen,

Holger Mayer

Der Brief wurde ebenfalls an die Fraktionsvorsitzenden der CDU und FDP im Kreistag, Herrn Dr. Aldag und Herrn Kempf versandt.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 07. April 2010 um 20:43 Uhr
 

KOPLAS-Studie bestätigt : Logistikentwicklungstrategie gescheitert - Bürgerinitiativen fordern schnelle Neuorientierung

Pressemitteilung vom 8. März 2010

Die von den Landkreisen in der südlichen Metropolregion Hamburg in Auftrag gegebene KOPLAS-Studie bestätigt die von den Bürgerinitiativen zur Logistik im Landkreis Harburg seit 2 Jahren vorgebrachten Kritik an der singulären Logistikentwicklungstrategie des Landkreises. Durch die in der Untersuchung dargestellten deutlich reduzierten zukünftigen Logistikflächenbedarfe sind insbesondere die Gemeinden mit in der Entwicklung befindlichen Logistikflächen massiv davon bedroht, in eine finanzielle Schieflage zu geraten. Darüber hinaus hat dieser Nachfragerückgang auch deutliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt des Landkreises Harburg.

Um zügig auf diese Probleme zu reagieren, fordern die Bürgerinitiativen den Landkreis auf, die nachfolgenden fünf Punkte schnellstens umzusetzen:

Es ist ein Konzept zur Rettung der Gewerbevorhaben zu entwickeln. Dafür ist ein runder Tisch aus Landkreis, Gemeinden, Bürgerinitiativen und Investoren zu bilden um gemeinsam die Lösung der Probleme zu betreiben. Die Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik im Landkreis Harburg hinsichtlich der zügigen Entwicklung der Gewerbegebietsflächen ist vorzunehmen. Dem entsprechend ist die Süderelbe AG strategisch neu auszurichten - weg von der Logistikclusterpolitik als einzige Entwicklungsstrategie hin zu einer vielfältigen Gewerbeentwicklung in der südlichen Metropolregion. Der Vorstandsvorsitzende der Süderelbe AG ist aufgrund seiner in zwei Jahren nachgewiesenen fehlenden Flexibilität in der Reaktion auf sich wandelnde wirtschaftliche Rahmenbedingungen abzulösen. Es ist ein Entwicklungsprogramm „Landkreis Harburg - Landkreis der Zukunft“ auf den Weg zu bringen, das die Stärken des Landkreises Harburg betont, ohne dabei wie bisher ein Standbein der wirtschaftlichen Entwicklung zu bevorzugen.

Die Bürgerinitiativen rufen alle Beteiligten in Politik, Wirtschaft und Verwaltung auf, in dieser schwierigen Lage persönliche Differenzen beizulegen und einen gemeinsamen Neustart zu betreiben.

In den nachfolgenden Abschnitten wird die vorherige Darstellung detailliert.

Ergebnisse der KOPLAS-Studie

Die von den Landkreisen in der südlichen Metropolregion Hamburg in Auftrag gegebene Studie „Kooperative Planung in der südlichen Metropolregion Hamburg Empfehlungen für die Regional- und Bauleitplanungsträger zur raumverträglichen Entwicklung von Gewerbestandorten für die Logistik-Branche (KOPLAS)“ bestätigt die seit Jahren von den Bürgerinitiativen im Landkreis Harburg geäußerte Kritik an der singulären Logistikstrategie des Landkreises Harburg. In dieser Studie wird der Bedarf an Logistikflächen im Landkreis Harburg bis zum Jahr 2015 auf 36 Hektar prognostiziert. Gleichzeitig besteht im Landkreis Harburg laut Studie ein für Logistikansiedelung verfügbarer Bestand von 200 Hektar Gewerbeflächen.

Allein die drei großen Gewerbeparks an den Autobahnanschlussstellen (Winsen Ost, Mienenbüttel, Tangendorf) besitzen zusammen eine freie Fläche von etwa 130 Hektar. Diese Flächen würden bei der prognostizierten Entwicklungsrate bis zum Jahr 2035 ausreichen.

Insbesondere für die beiden sich in Entwicklung befindlichen Standorte Mienenbüttel und Tangendorf ergeben sich damit für die Gemeinden massive wirtschaftliche Konsequenzen. Aufgrund der prognostizierten Bedarfszahl ist ein Auffüllen beider Standorte in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Gleichzeitig sind beide Gemeinden - Neu Wulmstorf wie Toppenstedt/Tangendorf - massiv finanziell engagiert. In Neu Wulmstorf finanziert die Gemeinde für den Investor die Grundstücke des Gewerbegebiets zwischen. Bis zur bedarfsorientierten Übernahme durch den Investor erhält die Gemeinde Neu Wulmstorf Zinszahlungen durch den Investor. Es stellt sich die Frage, wie lange dieses Konstrukt sowohl für den Investor als auch die Gemeinde Neu Wulmstorf ein tragfähiges Finanzierungsmodell darstellt, wenn, wie prognostiziert, die Flächennachfrage der nächsten Jahre deutlich unter den ca. 70 Hektar Fläche des Gewerbegebietes Mienenbüttel liegt, die sich im Besitz der Gemeinde Neu Wulmstorf befinden.

Gleichfalls problematisch stellt sich die Lage der Gemeinde Toppenstedt/Tangendorf dar. Nach Auskunft des Gemeinderates ist diese bei der Erschliessung der Gewerbeflächen mit bisher ungefähr 700.000 Euro in Vorleistung getreten. Dabei ist das zur Zeit geplante Gewerbegebiet Tangendorf mit 35 Hektar Sondergebietsflächen Logistik auf Gedeih und Verderb der Nachfrage nach Logistikflächen im Landkreis Harburg ausgeliefert. Allein das Gewerbegebiet Tangendorf könnte die gesamte Nachfrage an Logistikflächen im Landkreis Harburg bis zum Jahr 2015 decken. Gleichzeitig befindet sich in zehn Kilometern Entfernung in Winsen/Luhe an der A250 Abfahrt Winsen-Ost, der zukünftigen A39, ein für Logistikentwicklungen geeignetes Gewerbegebiet mit mehreren Dutzend Hektar sofort verfügbarer Fläche in direkter Konkurrenz zum Gewerbegebiet Tangendorf. In Tangendorf steht somit in absehbarer Zeit (Zeithorizont 2020) nicht zu erwarten, dass die geplanten Sondergebietsflächen für Logistik aufgefüllt werden. Die Konsequenzen für den Gemeindehaushalt sind hier auf jeden Fall als gravierend anzusehen.

Darüber hinaus stellt sich in Tangendorf die Frage, ob die Investitionen von einer Million Euro aus dem Budget des Landkreises für eine Umgehungstrasse mit dem Ziel, die Erschliessung des auf absehbare Zeit leerstehenden Logistikgewerbegebietes Tangendorf zu ermöglichen, in einer vertretbaren Relation zum Nutzen der Allgemeinheit steht.

Arbeitsplätze

Die Logistik als Motor des Arbeitsmarktes des Landkreises Harburg sehen die Bürgerinitiativen basierend auf den Aussagen der KOPLAS-Studie als sehr kritisch an. Große Teile der geplanten Logistikflächen werden, wenn die zugrunde liegende Entwicklungsstrategie nicht geändert wird, auf lange Zeit unbebaut bleiben. Nicht bebaute Gewerbeflächen bedeuten verpasste Chancen. Die Folgen für den Arbeitsmarkt im Landkreis Harburg wird ein nicht Erreichen der in grossen Zahlen angenommenen neuen Arbeitsplätze sein.

Die Bürgerinitiativen sehen unter anderem deshalb massiven Bedarf an einer Neuorientierung der wirtschaftlichen Entwicklungsplanung des Landkreises.

Auf diese Problematik haben die Bürgerinitiativen seit fast zwei Jahren hingewiesen und mit den Konzepten einer gemischten Gewerbegebietsentwicklung im Mai 2008 für das Gewerbegebiet Tangendorf und im Mai 2009 für das Gewerbegebiet Mienenbüttel ihr Engagement und ihr Interesse an einer sinnvollen Lösung für den Landkreis Harburg bewiesen. Leider sind diese Konzepte in den Gemeinden, insbesondere aber von der Süderelbe AG, weitestgehend ignoriert worden.

Süderelbe AG

Die Bürgerinitiativen fordern deshalb die Ablösung des Vorstandsvorsitzenden der Süderelbe AG in Person von Jochen Winand. Herr Winand steht wie keine andere Person in der südlichen Metropolregion für die verfehlte Ausrichtung auf eine exklusive Vermarktung der Gewerbeflächen des Landkreises Harburg im Rahmen einer Logistikclusterstrategie.

Diese seit zwei Jahren von den Bürgerinitiativen massiv kritisierte singuläre Ausrichtung führt in der aktuellen Situation zu den von den Bürgerinitiativen seit zwei Jahren vorhergesagten katastrophalen Risiken für die Gemeinden des Landkreises Harburg und den Landkreis selbst.

Die Bürgerinitiativen fordern eine schnelle und deutliche Neuorientierung der Süderelbe AG weg von der Logistikclusterpolitik hin zu einer allgemeinen Wirtschaftberatung ohne Beschränkung auf einzelne Themencluster. In diesem Zuge sehen die Bürgerinitiativen auch den Bedarf einer Überprüfung bezüglich der Abgrenzung der Aufgaben der Süderelbe AG im Vergleich zu der im Landkreis Harburg vorhandenen Wirtschaftsförderung des Landkreises Harburg (WLH).

Landkreis Harburg - Landkreis der Zukunft

Die Bürgerinitiativen sehen im Landkreis Harburg auch in dieser schwierigen Situation Auswege zum Nutzen des Landkreises Harburg, der Gemeinden des Landkreises und insbesondere der Bevölkerung des Landkreises. Sie verweigern sich nicht einer sinnvollen wirtschaftlichen Entwicklung im Landkreis Harburg und fordern deshalb eine geänderte Schwerpunktbildung. Sie erkennen deutlich den Bedarf der Förderung des Mittelstandes im Landkreis Harburg.

Die Bürgerinitiative sehen es als unabdingbar an, eine Kooperation zwischen der technischen Universität Hamburg-Harburg und der WLH einzugehen zum Zwecke des vereinfachten Technologietransfers aus der Universität in die Wirtschaft.

Wir fordern die Einrichtung von Technologieparks, um neue Technologien als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung im Landkreis zu fördern. Dazu gehören unter anderem aber nicht exklusiv die Themenbereiche alternative Energien, energieeffizientes Bauen,Gewässerschutz und Wasserressourcen.

Die Bürgerinitiativen bieten an, gemeinsam die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Harburg mit zu gestalten, erwarten aber eine deutlich signalisierte Gesprächsbereitschaft der politischen Ebenen.

Bürgerinitiative „Für Mienenbüttel - Rade - Ohlenbüttel“ Bürgerinitiative Thieshope

Zuletzt aktualisiert am Montag, 08. März 2010 um 19:54 Uhr
 

BI Nordheide verurteilt Sankt-Florians-Prinzip der „Bürgerinitiative“ Rastplatzwahnsinn

Pressemitteilung vom 15. 2. 2010

BI Nordheide verurteilt Sankt-Florians-Prinzip der „Bürgerinitiative“ Rastplatzwahnsinn

Die Bürgerinitiativen der Nordheide verurteilen aufs Schärfste das Verfolgen des Sankt Florians-Prinzip der Bürgerinitiative Rastplatzwahnsinn. Die von der so genannten Bürgerinitiative vorgeschlagenen Alternativen entlang der A1 und A7 wurden mit den Bürgern der Alternativstandorte in keiner Weise abgesprochen.

Seit zwei Jahren kümmern sich die in der Bürgerinitiativen der Nordheide verbundenen Bürgerinitiativen solidarisch um eine bürgerfreundliche Wirtschaftsentwicklung im Landkreis Harburg. Im Schreiben vom 14. Dezember 2009 hatten die Bürgerinitiativen die BI Rastplatzwahnsinn in Person des Herrn Crasemann angeschrieben und Gespräche zur gemeinsamen Lösung der Rastplatzproblematiken angeboten. Auf dieses Schreiben hat Herr Crasemann und die BI Rastplatzwahnsinn leider nie reagiert.

Die nun durch die Presse bekannt gewordenen Vorschläge der BI Rastplatzwahnsinn zur Ansiedelung von Rastplätzen an der A1 und A7 sind ein Schlag ins Gesicht aller Anwohner, die durch diese egoistische PR-Aktion betroffen sind.

Wir wenden uns an alle Gemeinden entlang der A1 und A7, unter diesen Umständen Bürgerinitiativen zu gründen und sich den Bürgerinitiativen der Nordheide anzuschliessen. Nur durch gemeinsame Abstimmungen aller kann es zu einer Lösung des Konfliktes kommen. Gleichzeitig laden wir die Bürgerinitiative „Lebensraum Ohlendorf“ zu Gesprächen ein und bieten die Aufnahme in den Kreis der Bürgerinitiativen der Nordheide an.

Wir fordern eine Runden Tisch aus Verkehrspolitikern, Anwohnern, Spediteuren und LKW-Fahrern um die existierenden Verkehrsprobleme bürgernah und im einvernehmen zu lösen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 16. Februar 2010 um 08:11 Uhr
 

Niedersächsisches Verkehrsministerium beantragt die Umbenennung der A 250 in A 39

HANNOVER. "Wir beantragen beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Umbenennung der Autobahn A 250 in A 39. Ein entsprechendes Schreiben ist auf dem Weg nach Berlin/Bonn." Das gab der niedersächsische Verkehrsminister Jörg Bode heute bekannt. "Mit dem Lückenschluss der A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg wird nicht nur die A 7 entlastet. Auch die verkehrliche Anbindung des Raumes Lüneburg/Uelzen wird erheblich verbessert. Wir erschließen damit den größten autobahnfreien Raum Deutschland. Das ist ein echter Standortvorteil." Mit der Umbenennung werde verdeutlicht, dass es sich um einen Lückenschluss handele. Dies müsse frühzeitig auch optisch verdeutlicht werden, so Bode.

Eberhard Manzke, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg begrüßte die Initiative des Ministers: "Die Umbenennung der A250 in A39 bringt auf den Punkt, was die Autobahn für unsere Region bedeutet: Sie schließt die Lücke zwischen den Metropolregionen Hamburg und Hannover-Braunschweig. Dadurch kann unsere Region künftig viel besser als heute wirtschaftliche Kraft aufnehmen und abgeben. Wir sind sehr froh, dass Minister Bode unseren Vorschlag so schnell und unbürokratisch aufgegriffen hat. Jetzt muss alles dafür getan werden, den Lückenschluss so schnell wie möglich zu realisieren."

Der Lückenschluss zwischen der bereits vorhandenen A 39, die derzeit auf der Höhe von Wolfsburg endet, und der A 250, die vom Maschener Kreuz (Seevetal) südlich von Hamburg bis nach Lüneburg verläuft, ist Teil einer übergreifende Netzkonzeption, die eine frühe Umbenennung der A 250 erfordert.

Der Bau der Bundesautobahn A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg dient als Entlastungsstrecke für die A 7 und erschließt den Wirtschaftsraum zwischen den Autobahnen A 24 im Norden, A 10 im Osten, A 2 im Süden und A 7 im Westen.

Quelle: Niedersächsisches Verkehrsministerium

 

Zug kollidiert mit Lastwagen - zwölf Verletzte

Zug kollidiert mit Lastwagen - zwölf Verletzte

Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot an der Unglücksstelle. (Archivfoto) Zwölf Menschen sind am Mittwochmorgen südlich von Braunschweig bei einem Zugunglück verletzt worden, zwei davon schwer. An einem Bahnübergang bei Rüningen kollidierte eine Regionalbahn der Deutschen Bahn mit einem Lastwagen. Nach Angaben der Feuerwehr entgleiste der vordere Waggon des zweiteiligen Triebwagens und landete auf einem Feld. Der Wagen sei aber nicht umgekippt.

Zu der Kollision ist es nach Angaben der Bahn um 7.40 Uhr an einem mit Blinklichtern und Halbschranken gesicherten Übergang gekommen. Weshalb der Lastwagen auf die Schienen geriet, ist noch unklar. Der Zug und die Gleise wurden erheblich beschädigt.

Quelle und ganzer Artikel:ndr.de

Bemerkenswert ist, dass der Unfall auf einem mit Blinklichtern und Halbschranken gesicherten Übergang stattfand. Denn genau so ein Übergang soll in Lübberstedt gebaut werden - zur Sicherheit der Passanten - und dafür dann als Konsequenz die Geschwindigkeit der Züge von 20km/h auf 50 km/h erhöht werden. Das dies keine zusätzliche Sicherheit schafft, wurde hier in der Praxis nachgewiesen.

Deshalb bleibt die Forderung bestehen - keine Geschindigkeitserhöhung innerhalb von Lübberstedt

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 20. Januar 2010 um 10:46 Uhr
 


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